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Lernen lernen - 3. Teil - Einzelheiten zur Sofortwiederholung

Einzelheiten zur Sofortwiederholung
Bei der Sofortwiederholung sollten Sie zunächst die neuen Schemata, Strukturen und Probleme wiederholen. Erst dann sollten Sie die im Kurs besprochenen Fälle wiederholen.

1. Das Markieren von Textstellen
Sie beginnen die Nachbereitung mit der Lektüre der Unterlagen. Dabei arbeiten fast alle Studierende mit dem Textmarker. Vor diesem Hintergrund ist das Papier unserer Lernprodukte, wie z.B. die Unterlagen, RA, Skripte und Karteikarten, markerfreundlich angelegt.
Ziel der systematischen Markierung von Textstellen muss es sein, den Text für SIE merkfähiger zu gestalten und die zentralen Aussagen und Informationen des Textes hervorzuheben.
Das erleichtert bei der Wiederholung die Orientierung und bringt dadurch einen deutlichen Zeitgewinn. Zusätzlich wird die visuelle Aufnahme und dadurch auch das Behalten gefördert.


Dabei gelten folgende Grundregeln:

  • erst lesen, dann markieren (Abschnittsweise)
  • gezieltes, sparsames Markieren


Häufig wird schon beim ersten lesen fleißig der Textmarker eingesetzt. Doch wie wollen Sie schon beim ersten Lesen wissen, ob eine bestimmte Passage sich am Schluss wirklich als wichtig erweist? Das Resultat dieser verfehlten Vorgehensweise sind häufig geradezu „ausgemalte“ Textseiten. Wenn jedoch alles unterstrichen ist, dann macht die Markierung auch keinen Sinn mehr und hätte auch gleich ganz unterbleiben können!

  • Eigenes Markierungssystem entwickeln und beibehalten


Eine weitergehende Strukturierung erhält man, indem man unterschiedliche Markierungen verwendet. So kann man sich z.B. unterschiedlicher Textmarker-Farben bedienen. Hierbei sollte jedoch eine Überverkomplizierung des eigenen Systems auf jeden Fall vermieden werden! Auch hier gilt: Weniger ist häufig mehr!

Beispiel:

  • Grundprüfungsschemata werden durch Markierung der zentralen Prüfungspunkte herausgearbeitet (z.B. in grün)
  • Wichtige (!) Definitionen werden in blau markiert.
  • Ausführungen zu Grundstrukturen und Systemverständnis werden in gelb markiert.
  • Wichtige Streitstände werden in ihren Hauptargumenten in rot markiert.


Dies ist natürlich nur ein Beispiel für eine mögliche Vorgehensweise, aber es kann – angepasst auf die individuellen Bedürfnisse – durchaus eine Orientierung bieten.

2. Aufbereitung der eigenen Unterrichtsmitschrift
Wenn (!) Sie eigene Unterrichtsmitschriften angefertigt haben, sollten Sie diese möglichst bald nochmals durchgehen. Noch sind die Erinnerungen an den Unterricht frisch und Sie können Lücken oder Fehler Ihrer Mitschrift aus dem Gedächtnis ergänzen. Mitschriften, die eine Woche oder älter sind und dann erst wieder zum ersten Mal bearbeitet werden, werden häufig vom mitschreibenden Studenten selbst nicht mehr verstanden.

3. Erstellung eigener Lernmittel (Karteikartensystem)
(im Detail siehe 4. Teil)

4. Die Arbeit mit den Problemkarten, Übersichten und Schemata
Die Kursunterlagen von Jura Intensiv enthalten in aller Regel keine Fließtexte, sondern beinhalten neben den Strukturübersichten und den Prüfungs-Läufern vor allem die sog. Problemkarten.

Die Strukturübersichten und die Prüfungsläufer sollten Sie immer parallel zum Durcharbeiten einer Musterlösung der Fälle zum Vergleich heranziehen, um sich zu orientieren. Vor allem im Zivilrecht ist es z.B. wichtig, sich immer wieder vor Augen zu führen, an welcher Stelle im Anspruchsschema sich ihre Prüfung gerade befindet. Und auch bei den einzelnen Anspruchsprüfungen sollten Sie z.B. wie folgt verfahren:
Die Musterlösung beginnt mit einer Prüfung eines Anspruchs aus § 985 BGB. Nehmen Sie sich die Übersicht mit dem Prüfungsschema von § 985 BGB vor und wiederholen Sie zunächst abstrakt das Prüfungsschema. Lesen Sie sich denn die fallspezifische Musterlösung der Prüfung des § 985 BGB durch. Ähnlich können Sie im Strafrecht (z.B. Prüfungsschema des § 242 StGB) oder im Öffentlichen Recht (z.B. Zulässigkeitsschema der Anfechtungsklage) verfahren.
Dadurch schleifen sich bei Ihnen die Prüfungsschema ganz automatisch „so nebenbei“ ein.

Die Problemkarten nehmen Ihnen eine Arbeit ab, die sich Generationen von Studenten mühsam selbst machen mussten: Die tabellarische Übersicht über einen Meinungsstreit. Dadurch erhalten Sie einen schnellen Überblick über die vertretenen Meinungen, die sie vertretenden Autoren, die wesentlichen Argumente und die Folge für die Problemlösung.

5. Das Durcharbeiten der Musterlösungen
Sie sollten die Musterlösung eines Falles immer zwei mal durchgehen: Beim ersten Durchgang sollten Sie die Musterlösung vor allem unter materiell-rechtlichen Gesichtspunkten sauber durcharbeiten.

Fragestellung:

  • Welche Problemkreise werden behandelt?
  • Was sind die Lösungsansätze?
  • Was sind die wichtigsten Argumente?
  • Welche Strukturzusammenhänge ergeben sich?

 

Im zweiten (sehr viel kürzeren) Durchgang sollten Sie Musterlösung allein unter gutachtentechnischen Gesichtspunkten noch mal durchgehen.

Fragestellung:

  • Wo werden Probleme im Prüfungsschema verortet?
  • Wie werden Streitstände gutachtentechnisch aufbereitet?

 

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