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Leitfaden zur Gutachtentechnik

A. Wissen und Darstellung

Wer sich für das Studium der Rechtswissenschaften entschieden hat, wird sehr früh mit einem Problem konfrontiert, das in anderen Studienfächern meistens unbekannt ist. Es wird von Ihnen nicht nur erwartet, dass Sie sich das materielle Wissen aneignen, sondern es wird auch verlangt, dieses Wissen in Hausarbeiten und Klausuren auf besondere Art und Weise darzustellen, nämlich im sog. „Gutachten“. Dieses Gutachten muss im sog. „Gutachtenstil“ geschrieben werden. Die dabei auftretenden Probleme sind vielfältig und dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Jeder, der sich schon einmal an einer Hausarbeit versucht hat, wird festgestellt haben, dass mindestens die Hälfte der Probleme und Sorgen die Gutachtentechnik betreffen. „Ich weiß nicht, wie ich das unterbringen soll!“ Diesen Stoßseufzer kennt jeder Jurist spätestens ab dem 2. Semester. Doch nicht nur in Hausarbeiten, gerade auch in Klausuren stellen sich die Probleme der Gutachtentechnik und des Aufbaus des Gutachtens. Eine Vielzahl von Klausuren landet nicht allein deshalb „unter dem Strich“, weil der Bearbeiter das materielle Recht nicht beherrscht, sondern häufig gerade auch und weil das eigentlich Richtige im Gutachten an völlig falscher Stelle bzw. auf völlig falsche Art und Weise dargestellt wird. Das ist besonders ärgerlich, weil man „die Lösung“ des Falles ja eigentlich gewusst hat. Deshalb sollten Sie sich so früh wie möglich mit dem Gutachten und seinen formalen Anforderungen vertraut machen.

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Leitfaden zur Gutachtentechnik

A. Wissen und Darstellung

Wer sich für das Studium der Rechtswissenschaften entschieden hat, wird sehr früh mit einem Problem konfrontiert, das in anderen Studienfächern meistens unbekannt ist. Es wird von Ihnen nicht nur erwartet, dass Sie sich das materielle Wissen aneignen, sondern es wird auch verlangt, dieses Wissen in Hausarbeiten und Klausuren auf besondere Art und Weise darzustellen, nämlich im sog. „Gutachten“. Dieses Gutachten muss im sog. „Gutachtenstil“ geschrieben werden. Die dabei auftretenden Probleme sind vielfältig und dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Jeder, der sich schon einmal an einer Hausarbeit versucht hat, wird festgestellt haben, dass mindestens die Hälfte der Probleme und Sorgen die Gutachtentechnik betreffen. „Ich weiß nicht, wie ich das unterbringen soll!“ Diesen Stoßseufzer kennt jeder Jurist spätestens ab dem 2. Semester. Doch nicht nur in Hausarbeiten, gerade auch in Klausuren stellen sich die Probleme der Gutachtentechnik und des Aufbaus des Gutachtens. Eine Vielzahl von Klausuren landet nicht allein deshalb „unter dem Strich“, weil der Bearbeiter das materielle Recht nicht beherrscht, sondern häufig gerade auch und weil das eigentlich Richtige im Gutachten an völlig falscher Stelle bzw. auf völlig falsche Art und Weise dargestellt wird. Das ist besonders ärgerlich, weil man „die Lösung“ des Falles ja eigentlich gewusst hat. Deshalb sollten Sie sich so früh wie möglich mit dem Gutachten und seinen formalen Anforderungen vertraut machen.

B. Das Gutachten

I. SINN UND ZWECK
Wenn man sich der Gutachtentechnik nähern will, muss man sich zunächst darüber klar werden, was Sinn und Zweck des Gutachtens ist. Nur vor diesem Hintergrund kann die Frage beantwortet werden, wie ein Gutachten anzufertigen ist.
IV. DARSTELLUNG VON MEINUNGSSTREITS

Das Kernproblem der Gutachtentechnik ist die Darstellung von Meinungsstreits. In jeder Klausur und in jeder Hausarbeit kommen Sie mehrfach zu dem Punkt, an dem es zu einem bestimmten Problem verschiedene Lösungsansätze gibt. Diese haben Sie darzustellen. Schließlich ist häufig eine Stellungnahme ihrerseits nötig. Wie dabei im Einzelnen vorgegangen werden muss, soll im folgenden wieder an einem Beispiel illustriert werden.
V. DAS „SPRINGEN“ IM GUTACHTEN

Auch das Problem des Springens im Gutachten soll am Beispiel des Strafrechts verdeutlicht werden. Häufig sind Fallkonstellationen, in denen sich z.B. im objektiven Tatbestand „eigentlich“ ein Problem stellt, aber recht evident ist, dass es darauf aus einem anderen Grund letztlich nicht ankommt.